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Dienstag 29. März 2011
Petition für ein Gentechnik-Moratorium
Die Biobranche warnt vor der Risikotechnologie Gentechnik und setzt sich ein für natürliche Vielfalt auf dem Feld und auf dem Teller. Daher unterstützen wir die aktuelle Petition für ein Gentechnik-Moratorium in der EU. Jeder kann diese Petition ab heute mitzeichnen, online unter:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=16941 sowie auf dem Postweg und per Fax. Wenn sich innerhalb von drei Wochen, also bis zum 19. April 2011, mindestens 50.000 Unterstützer finden, wird die Petition im Petitionsausschuss des Bundestages öffentlich begründet, so dass für maximale Aufmerksamkeit gesorgt wäre.
87 Prozent der Deutschen befürworten das Verbot von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft. Das ist das Ergebnis einer im Oktober 2010 vom Bundesumweltministerium veröffentlichten Studie.
Stellvertretend für alle Unterstützer hat der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Dachverband der deutschen Bio-Lebensmittelwirtschaft, die Petition beim Petitionsausschuss des
Deutschen Bundestages eingereicht. Neben einem neuen Gentechnik-Moratorium wird gefordert, in Deutschland die rechtlichen Voraussetzungen für regionale GVO-Anbauverbote zu schaffen. Sollte die Petition erfolgreich sein, wird Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, als
Petent vor dem Ausschuss auftreten.
Das bisherige Zulassungsverfahren für GVO steckt voller Mängel und es ist zu befürchten, dass die EU in Kürze Gentechnik-Pflanzen neu zulässt, ohne dass diese Mängel behoben sind. So führt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) keine eigenen Untersuchungen durch, sondern prüft lediglich von der Agro-Industrie durchgeführte Studien.
Aussagekräftige Langzeituntersuchungen zu den Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit fehlen ganz. Zudem ist die Neutralität der EFSA umstritten, denn viele Mitarbeiter haben zuvor für die Agro-Industrie gearbeitet. Die einzigen Nutznießer der Risikotechnologie sind die Konzerne selbst, die ihre Marktmacht ausbauen. Sie bringen alle Landwirte in Bedrängnis, die gentechnikfreie Lebensmittel produzieren wollen, denn ein Nebeneinander ist so gut wie unmöglich. Das zeigen Studien und die Erfahrungen in Ländern wie Kanada.
Solche ökonomischen und sozialen Folgen der Agrogentechnik werden aber bisher in den Zulassungsverfahren nicht einmal ansatzweise berücksichtigt. Nur ein Moratorium würde den notwendigen Spielraum eröffnen, die Zulassungswege zu überprüfen und transparent zu machen.
So geht's:
- Folgen Sie zunächst dem Link: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=16941
- Um mitzeichnen zu können müssen Sie sich dort registrieren
- Der weitere Ablauf erschließt sich


